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Neue Wege in der Lehre:
E-Learning an der Freien Universität
E-Learning ist in vielen Bereichen der Freien Universität Berlin mittlerweile ein fester Teil der Lehre. Dies belegen nicht nur die stetig steigenden Nutzerzahlen der zentralen Lernplattform Blackboard, sondern auch die vielfältigen Beispiele für den Einsatz von E-Learning in allen Bereichen der Freien. Dabei ist es den Lehrenden in vielen Fällen gelungen, Materialien und Einsatzszenarien für eine qualitative Verbesserung der Lehre zu entwickeln, die ohne E-Learning nicht möglich gewesen wäre.
Die Statistik-Grundausbildung in der Wirtschaftswissenschaft profitiert beispielsweise von dem bei CeDiS entwickelten Statistiklabor, durch das sowohl der Lernerfolg als auch die Motivation der Studierenden deutlich stiegen. Dieser explorative und interaktive Werkzeugkasten ermöglicht durch seine Interaktivität und eine Datenorientierung anstelle einer einseitigen Methodenorientierung einen stärkeren Praxisbezug. Das Statistiklabor kann zur visuellen Unterstützung in der Vorlesung, als zentrales Werkzeug in Tutorien und Übungen, zum Selbstlernen zu Hause oder auch als Prüfungsumgebung eingesetzt werden.
Die Nutzung der Lernplattform zur Online-Betreuung von Studierenden des Fachbereichs Veterinärmedizin beim Praktikum im Schlachthof oder von Studierenden des Lateinamerika-Instituts bei Exkursionen schließt durch die Flexibilisierung von Ort und Zeit der Kommunikation eine Lücke in der (tutoriellen) Betreuung.
Das sind nur einige Beispiele dafür, wie E-Learning als innovative Kraft zur qualitativen Verbesserung und Modernisierung der Lehre genutzt werden kann. Dabei spielen das Engagement und das didaktische Geschick der Lehrenden zweifellos die entscheidenden Rollen. Die Hochschulleitung fördert dieses Engangement seit Jahren durch zentrale Dienstleistungen und ein E-Learning Förderprogramm, über das bis Ende 2009 weit über 200 einzelne Projekte ermöglicht wurden. Oberstes Ziel der E-Learning Strategie der Freien Universität ist die breite und didaktisch sinnvolle Integration von E-Learning in die Lehre im Sinne von Blended Learning. Das heißt: Online-Aktivitäten ergänzen die klassische Präzenzlehre.
Blended Learning ist als wesentlicher Eckpfeiler der Anstrengungen zur Qualitätsförderung der Lehre eingebunden in die Vision, Exzellenz nicht nur in der Forschung sondern auch in der Lehre und beim Lernen zu erreichen. Die flächendeckende und adäquate Einführung von Blended Learning erfordert neben zentralen Dienstleistungen vor allem eine individuelle Unterstützung der Lehrenden und Studierenden. Beides bietet CeDiS, das Kompetenzzentrum für E-Learning und Multimedia, für alle (Fach-) Bereiche an. CeDiS wird dabei nicht nur von der Universitätsleitung substanziell unterstützt, sondern konnte auch eine Förderung vom Bundesministerim für Bildung und Forschung in Höhe von 1,7 Mio. Euro zur flächendeckenden Verankerung von E-Learning an der Freien Universität einwerben. Das Projekt FUEL lief bis Ende 2008 und ermöglichte insbesondere den Einsatz von E-Learning Experten/innen zur individuellen Beratung und Unterstützung in den (Fach-) Bereichen.
Was bedeutet E-Learning für Studierende?
An der Freien Universität bedeutet E-Learning in erster Linie Blended Learning, also die didaktisch und organisatorisch sinnvolle Mischung von Präsenz- und Online-Anteilen. Die zentrale Lernplattform (Blackboard) spielt bei der Umsetzung dieses Konzepts eine zentrale Rolle. Die Lernplattform bietet Studierenden eine Vielzahl von Funktionen und Interaktivität.
Einer der größten Vorteile für Studierende: Unabhängig von Zeit und Ort können Studierende auf Materialien für ihre Lehrveranstaltungen zugreifen, ihre Übungsaufgaben abgeben, sich an Online-Diskussionen zu Seminaren beteiligen und unkompliziert mit den Dozent/innen und Tutor/innen sowie untereinander kommunizieren. mehr »
E-Learning in der Praxis
In der Praxis bedeutet E-Learning an der Freien Universität die Entwicklung interaktiver multimedialer E-Learning Anwendungen und den Einsatz der zentralen Lernplattform als Kommunikations-Medium.
Herausragende Beispiele an der Freien Universität für E-Learning Anwendungen mit einem echten Mehrwert gegenüber traditionellen Mitteln und Methoden sind ein Lernportal zum Mineral- und Gesteinsbestimmungspraktikum mit einem virtuellen Polarisationsmikroskop, die elektronische Kreidetafel E-Kreide, die gleichzeitig Tafelbild, Audio und Video speichert und überträgt oder die Interaktiven Bildschirmexperimente zur Experimentalphysik, die im Gegensatz zu Simulationen das Arbeiten mit realen Versuchssituationen und Messdaten am Bildschirm ermöglichen. Das Portal Literaturtheorien im Netz zeigt, wie E-Learning auch in textbasierten Wissenschaftsbereichen didaktisch sinnvoll eingesetzt werden können.
Die Nutzung der Lernplattform als Kommunikationsmedium ermöglicht eine massive Intensivierung des Austauschs zwischen Lehrenden und Lernenden sowie der Lernenden untereinander. An der Freien Universität wird eine zentrale Lernplattform vor allem zur schnellen und aktuellen Verteilung von Lernmaterial und für die Begleitung der Lehrveranstaltung in Online-Diskussionsforen zwischen den Präsenzterminen eingesetzt. In mehreren Fachbereichen nutzen die Lehrenden die Lernplattform zur Online-Betreuung der Studierenden in Studiensituationen, in denen ein persönlicher Kontakt nur sehr eingeschränkt möglich ist, wie beispielsweise beim Praktikum oder bei Exkursionen. Am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien wurden erfolgreich Methoden zu einem begleitenden Feedback mittels Umfragen in der Lernplattform entwickelt und eingesetzt, um so die Veranstaltung kontinuierlich verbessern und an den Lernfortschritt der Studierenden anpassen zu können.
Lehren mit Neuen Medien: Grundlagen, Tipps und Tricks »
Service und Support
CeDiS, das Kompetenzzentrum für E-Learning und Multimedia an der Freien Universität, unterstützt die Lehrenden und Studierenden aktiv bei der Einführung und Nutzung von E-Learning.
Wichtigste Komponente dieser Unterstützung ist der individuelle Support durch die E-Learning Expertengruppe, die die Lehrenden insbesondere zur Nutzung der zentralen Lernplattform, zur Erstellung digitaler Medien und zur Teilnahme am E-Learning Förderprogramm berät und unterstützt. Auch zu speziellen E-Learning Technologien sowie zu Fragen der Mediendidaktik können sich die Lehrenden an CeDiS wenden. Neben der individuellen Beratung bietet CeDiS auch Schulungen rund um E-Learning an. Weitere Services von CeDiS für die Lehrenden sind eine Rechtsauskunft zu Fragen des Urheber- und Internet-Rechts sowie die Unterstützung von Evaluationen.
Die zentrale Unterstützung durch CeDiS umfasst auch die Betreuung und Weiterentwicklung einer technischen E-Learning Infrastruktur. Dazu gehört insbesondere die zentrale Lernplattform (Blackboard), über die bereits viele Lehrveranstaltungen mit Online-Elementen begleitet und ergänzt werden. Zur Entwicklung von E-Learning Inhalten stellt CeDiS ausgewählte Autorensoftware (Lectora, Mediator) und das zentrale Content Management System (NPS) zur Verfügung und unterstützt die Lehrenden bei der Nutzung. Darüber hinaus bietet CeDiS Dienstleistungen in den Bereichen AV-Medien und Design zur Konzeption und Produktion von digitalen Medien an.
Service und Support von CeDiS zu E-Learning »
